Nachhaltige ETFs verringern die Streuung und die Renditeaussichten, echten Impact erzielt man eher durch bewussten Konsum.
Nein. Aktienhandel ist im Grunde ein Gebrauchtwarenhandel wie ein Secondhand-Shop: Das investierte Geld fließt nicht ins Unternehmen, sondern an die Person, die vorher die Anteile hatte. Es gibt nur indirekte Effekte, etwa dass sich die Firma bei gestiegenen Kursen später leichter Kapital beschaffen kann.
Answered around 0:58Nachhaltige ETFs enthalten deutlich weniger Unternehmen, meist nur ein paar hundert, wenn man Nachhaltigkeit ernst nimmt und nicht nur die allerschlimmsten ausschließt, statt fast 10.000 wie beim größten globalen ETF. Damit reduziert man die Risikostreuung massiv, also genau das, was beim langfristigen Investieren so wichtig ist.
Answered around 1:25Nachhaltig liegt im Auge des Betrachters. Atomkraft gilt etwa in Frankreich und vielen technologieorientierten Ländern als klimafreundlich, in Deutschland dagegen als total böse. Außerdem enthalten viele grüne ETFs trotzdem Firmen wie Nestlé oder Amazon, und es bleibt fraglich, ob das zu den eigenen Werten passt.
Answered around 1:43Laut Sprecher ja: Die steigende Nachfrage nach grüner Geldanlage sorgt für massives Greenwashing. Firmen lagern dreckige Sparten aus, um ihr ESG-Rating zu verbessern, wie bei Nestlé. Diese Sparten sind dann quasi im Untergrund und nicht mehr öffentlich kontrolliert wie bei einer Börsennotierung, deshalb seien nachhaltige ETFs in Teilen eher schädlich.
Answered around 2:41Die kurze Antwort lautet ja, wahrscheinlich nicht dramatisch, aber spürbar. Viele große, profitable Firmen fliegen raus, wodurch der ETF schwankungsanfälliger und oft weniger rentabel wird. Man verkleinert künstlich den Pool an Unternehmen, aus denen Gewinner hervorgehen können, die man dann in den Renditen spürt.
Answered around 5:06Die Rendite ist der Preis, den eine Firma zahlt, um an Geld zu kommen. Unbeliebte Firmen müssen Investoren mehr bieten, etwa höhere Dividenden und bessere Kurschancen. Nachhaltigen Firmen fließt das Kapital regelrecht zu, sie müssen Anlegern weniger bieten, daher ist grundsätzlich von schlechteren Renditeaussichten auszugehen.
Answered around 6:22Der Sprecher befürchtet, dass die kurzfristigen ESG-Erfolgsphasen eher ein Hype als Substanz waren, und von so kurzen Datenreihen sollte man ohnehin nicht auf die Zukunft schließen. Nachhaltige ETFs seien oft ein gutes Gewissen zum Aufpreis, aber kein gutes Investment, wenn man Risiko und Rendite ernst nimmt.
Answered around 7:28Werte im Alltag leben, nicht im Depot: bewusst einkaufen, gezielt spenden, eigene Arbeitskraft einbringen oder selbst etwas gründen. Kaufen alle mehr bei nachhaltigen Unternehmen, werden diese irgendwann Top-Unternehmen in großen Indizes. Für die Altersvorsorge empfehlen sie ein langweiliges, günstiges, breit gestreutes globales Aktiendepot.
Answered around 3:48